Am 23. Mai 1907 wurde der Grundstein für das Kirchengebäude gelegt. Unter Bauherr Pfarrer Carl Ulitzka gingen die Bauarbeiten schnell voran, so dass die Kirche schon 18 Monate später fertig war. Am 13. September 1908 wurde sie von Fürstbischof Kardinal Dr. Kopp aus Breslau geweiht.

Das Gebäude wurde von Architekt Paul Ueberholz aus Charlottenburg entworfen und im Stil norddeutscher Backsteingotik als einschiffige Hallenkirche mit angedeutetem Querschiff erbaut. Besonders eindrucksvoll ist der schöne, ganze 66 Meter hohe Kirchturm, der schon von weitem zu sehen ist, bevor man die Stadt Bernau erreicht.

 

Der Innenraum der Kirche wurde ursprünglich durch die Mayer'sche Königliche Hofkunstanstalt München ausgestaltet. In den Jahren 1965/66 kam es, ausgelöst durch das 2. Vatikanische Konzil, zu einer tiefgreifenden Umgestaltung durch den Architekten Gottfried Zawadski.

Im Jahr 2008 wurden noch einmal kleine Veränderungen an der Innenausstattung nach Vorschlägen des Architekturbüros Prof. Lückmann aus Dessau vorgenommen.

 

Das rechte Altarraumfenster zeigt den heiligen König Eduard von England, den Namenspatron von Eduard Müller, bei der Verteilung von Almosen.

Auf der kleineren Darstellung darunter ist der spätere heilige Prämonstratensermönch Herman Josef zu sehen, aus dessen Orden viele Bischöfe der mittelalterlichen Mark Brandenburg hervorgegangen sind.

Dieses Fenster zeigt die Ermordung des heiligen Bonifatius, des Apostels der Deutschen. Er war der Patron der Kapelle, in der die katholische Gemeinde von Bernau ihre Gottesdienste feierte, bevor die Herz-Jesu-Kirche gebaut wurde. Darunter ist Missionsvikar Eduard Müller, der Begründer der Wallfahrt nach Bernau, zu sehen.

Die Fenster des Hauptschiffs sind reich mit Ornamenten und Schmuckelementen verziert. Eine Besonderheit sind die Medaillons oben in den Fenstern: Jedes zeigt einen der vier großen abendländischen Kirchenväter Gregorius, Hieronymus, Augustinus und Ambrosius.

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